Finanztransaktionssteuer – die Folgen für Wirtschaft und private Haushalte

FinanztransaktionssteuerNach langem Hin und Her soll die Finanztransaktionssteuer nun in elf Ländern der Europäischen Union eingeführt werden. Damit wird für jeden Kauf einer Aktie, einer Anleihe oder eines Derivats ein bestimmter Betrag fällig. Die Politik verfolgt damit das Ziel, Banken und Hedgefonds künftig stärker an den Folgen der Finanzkrise zu beteiligen. Der Zeitplan sieht vor, dass die Finanztransaktionssteuer zum 01.01.2014 auch in Deutschland eingeführt wird. Die Bundesregierung hält diesen Zeitplan in jedem Fall für realistisch.

Finanztransaktionssteuer trifft auch private Sparer

Die große Frage ist, ob die Finanztransaktionssteuer wirklich nur wie beabsichtigt die Banken und Hedgefonds trifft. Vor allem aus Reihen der FDP werden Stimmen laut, wonach auch private Sparer von den Folgen der Finanztransaktionssteuer betroffen sind. In der Zwischenzeit durchgeführte Studien kommen zu demselben Ergebnis. Um die Sparer zu schützen, wurden für die Besteuerung relativ kleine Steuersätze festgelegt. Nach den Plänen sollen der Kauf und Verkauf von Aktien und Anleihen mit 0,1 Prozent und Derivate mit 0,01 Prozent versteuert werden. Wer nur selten Finanzgeschäfte tätigt, wird nur relativ gering belastet, bei Banken und Hedgefonds kommen dagegen stattliche Beträge zusammen.

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