Einkünfte aus Vermietungen und Verpachtungen – sind Schuldzinsen Werbungskosten?

Einnahmen aus Vermietung und VerpachtungPersonen, die eine Immobilie vermieten und verpachten, müssen zumeist investieren, bevor sie von den Einkünften leben können. So muss die Immobilie zunächst erworben werden. Bei einem Objekt, welches sich bereits im Besitz befindet, können Umbau- oder Umstrukturierungsmaßnahmen hohe Kosten verursachen. Um diese Maßnahmen in die Realität umzusetzen, nehmen viele Verpächter oder Vermieter Kredite auf. Für diese fallen selbstverständlich Schuldzinsen an. Diese Zinsen können anteilig auf der Steuererklärung unter dem Punk Werbungskosten geltend gemacht werden.

Welche Kosten können abgesetzt werden?

Bei den Schuldzinsen ist nur der monatliche Zinsanteil sofort absetzbar, nicht jedoch der Tilgungsanteil. Zu den Kosten, die sofort als Werbungskosten abgezogen werden können, zählen zum Beispiel Schuldzinsen für ein Grundschulddarlehen oder Bauspardarlehen. Aber auch private Kredite, wie Verwandtendarlehen fallen unter diese Regelung. Selbst, wenn für die Absicherung einer Hypothek eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen wurde, können die Schuldzinsen als Werbungskosten auf der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Ein Vermieter oder Verpächter kann auch in die Situation geraten, dass er das Darlehen von einer Bank noch nicht erhalten hat, aber trotzdem bereits finanzielle Mittel benötigt. In dieser Situation erheben Banken sogenannte Zwischenfinanzierungszinsen, die ebenfalls als Werbungskosten ausgewiesen werden können.

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Finanztransaktionssteuer – die Folgen für Wirtschaft und private Haushalte

FinanztransaktionssteuerNach langem Hin und Her soll die Finanztransaktionssteuer nun in elf Ländern der Europäischen Union eingeführt werden. Damit wird für jeden Kauf einer Aktie, einer Anleihe oder eines Derivats ein bestimmter Betrag fällig. Die Politik verfolgt damit das Ziel, Banken und Hedgefonds künftig stärker an den Folgen der Finanzkrise zu beteiligen. Der Zeitplan sieht vor, dass die Finanztransaktionssteuer zum 01.01.2014 auch in Deutschland eingeführt wird. Die Bundesregierung hält diesen Zeitplan in jedem Fall für realistisch.

Finanztransaktionssteuer trifft auch private Sparer

Die große Frage ist, ob die Finanztransaktionssteuer wirklich nur wie beabsichtigt die Banken und Hedgefonds trifft. Vor allem aus Reihen der FDP werden Stimmen laut, wonach auch private Sparer von den Folgen der Finanztransaktionssteuer betroffen sind. In der Zwischenzeit durchgeführte Studien kommen zu demselben Ergebnis. Um die Sparer zu schützen, wurden für die Besteuerung relativ kleine Steuersätze festgelegt. Nach den Plänen sollen der Kauf und Verkauf von Aktien und Anleihen mit 0,1 Prozent und Derivate mit 0,01 Prozent versteuert werden. Wer nur selten Finanzgeschäfte tätigt, wird nur relativ gering belastet, bei Banken und Hedgefonds kommen dagegen stattliche Beträge zusammen.

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