EU plant die Angleichungen der Firmensteuern

Profitieren deutsche Unternehmen bald von den Vorteilen der sinkenden Firmensteuer?

Die Europäische Union hat einen erneuten Vorstoß auf die europäische Steuerpolitik genommen. Explizit das heiße Eisen der Firmensteuern wurde von dem EU-Kommissar Algirdas Semetas aufgegriffen, sodass auch Deutschland hoffen darf, in Kürze weniger in die Tasche greifen zu müssen, wenn es um die Zahlung von Firmensteuern geht.

Geplante Offenlegung der Unternehmensbesteuerung

Bei den Änderungen bezüglich der Firmensteuer soll es explizit darum gehen, dass alle 27 der zu Europäischen Union gehörenden Länder die Basis ihrer Unternehmensbesteuerung offenlegen. So solle eine Transparenz hergestellt werden, die letztendlich zu einer Steuerharmonisierung führen soll und für weitere Initiativen einen Anreiz schaffen können, so die Meinung einiger EU-Diplomaten. Als Ergebnis erhoffen sich die zuständigen EU-Mitglieder, dass besonders die Niedrigsteuerländer, wie zum Beispiel Irland, gezwungen sein würde, die Unternehmenssteuern zu erhöhen. Deutschland hingegen, ein Land welches eher nicht als Steuerparadies gilt, würde nun wettbewerbsfähiger, da nun die Firmensteuern gesenkt werden können. Ebenfalls, davon geht man in Brüssel aus, würden vermutlich viele Unternehmen dort versteuern, wo sie auch produzieren. Bisher ist es jedoch noch so, dass der Firmensitz vielfach nicht mit der Produktionsstätte übereinstimmt, sondern der Sitz des Unternehmens in ein sogenanntes Steuerparadies, bei beispielsweise nach Luxemburg oder nach Lichtenstein, verlegt wird. Dies ist zwar gut für die Niedrigsteuerländer; Deutschland hatte hier jedoch immer das Nachsehen.

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